
Hier sehen Sie das Modell in SketchUp ohne Materialieren.
Mit Google Earth habe ich mich bis vor kurzen noch nicht beschäftigt. Gehört, habe ich natürlich schon etwas davon, aber richtig überzeugt war ich davon nicht, besonders, weil man für die Darstellung ein zusätzliches Programm benötigt und einen normalen Internet-Browser für die Darstellung gar nicht verwenden kann.
Vor ein paar Tagen habe ich mir aber trotzdem mal das Programm auf meinem Rechner installiert und war bald davon überzeugt, dass Google Earth doch nicht so uninteressant für mich ist. Mein Eifer wurde besonders gesteigert, als ich gesehen habe, dass in meiner Heimatstadt noch kein einziges 3D-Modell existiert. Jetzt sah ich die große Stunde für mich, dass erste 3D-Modell für Halle zu erstellen. Deshalb habe ich mir schnell das Programm, SketchUp, ebenfalls von Google, heruntergeladen und mit dem 3D-Modelling begonnen. Nur mit diesem Programm lassen sich diese Objekte umsetzen.
Als Gebäude, dass ich dreidimensional darstellen wollte, wählte ich mir den roten Turm aus. Er befindet sich im Stadtzentrum und ist ein bekanntes Wahrzeichen der Stadt Halle. Also fing ich mit dem Modelling an. Mit SketchUp kann man recht einfach arbeiten, aber einige Turmelemente habe ich auf die Schnelle damit nicht hinbekommen, deshalb habe ich die Grundform in einem anderem 3D-Programm realisiert und dann in SketchUp importiert. Ich habe aber darauf geachtet, dass die Polygonanzahl nicht zu groß wird. Denn in der Aufnahmerichtlinie wird auf eine geringe Polygonanzahl verwiesen, ansonsten hat man gar keine Chance aufgenommen zu werden. Natürlich soll das Objekt realistisch wie möglich aussehen. Es ist also ein Spagat zwischen Dateigröße und Darstellungsqualität.
Nach der Fertigstellung habe ich einige Ansichten des roten Turmes fotografiert. Erst die Materialien machen das Gebäude richtig realistisch. Mit SketchUp lassen sich nämlich, wie in jedem 3D-Programm, Materialien auf 3D-Modelle projizieren. Wenn das Gebäude fertig ist, ist man noch nicht am Ziel.
Zu erst positioniert man das Objekt an die Stelle, wo es sich auch im wirklichem Leben befindet. In unserem Fall ist das der Markt von Halle. Dazu müssen Sie Google Earth öffnen und den Platz über die Suche auswählen. Danach gehen Sie in SketchUp zurück und betätigen den Button mit dem Tooltip "Aktuelle Ansicht übernehmen". Auf dem Boden sollte jetzt das Sattelitenfoto zusehen sein(siehe Abbildungen oben). Das Objekt kann jetzt exakt positioniert werden. Danach können Sie das Modell für alle Google Earth Nutzer freigeben. Dazu benötigen Sie einen Benutzer-Account in Google.
Wenn Sie das Modell veröffentlicht haben, müssen Sie ungefähr 30 Tage warten, bis Ihr Modell für alle Nutzer verfügbar ist. Natürlich wird dieses nur akzeptiert, wenn alle Aufnahmerichtlinien eingehalten worden sind. Eine genaue Anleitung finden Sie hier. Das 3D-Modell vom roten Turm können Sie hier herunterladen.
Viel Spaß beim selbst ausprobieren.
